Meister der Mikrometer: Gloor und NUMROTO als Taktgeber der Hochpräzision
Präzision, die Branchen bewegt: von feinsten Verzahnungen in der Uhrenindustrie bis zu hochkomplexen Werkzeugen für die Medizintechnik. Die Gloor Präzisionswerkzeuge AG zählt seit Jahrzehnten zu den technologischen Taktgebern der spanabhebenden Industrie. Wo mikrometergenaue Profile über Effizienz, Qualität und Sicherheit entscheiden, entstehen bei Gloor Werkzeuge, die weltweit nur wenige Hersteller in dieser Form realisieren können.
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Die 1959 durch Friedrich Gloor gegründete Gloor Präzisionswerkzeuge AG gehört seit mehr als sechs Jahrzehnten zu den führenden Herstellern von Vollhartmetall-Sonderwerkzeugen. Das Unternehmen mit Sitz in Grenchen (Schweiz) steht für höchste Präzision, Innovationskraft und konsequente Spezialisierung. Zertifizierte Managementsysteme in den Bereichen Qualitätsmanagement, Umweltmanagement sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz unterstreichen den hohen Anspruch an Qualität und Nachhaltigkeit und bilden eine verlässliche Grundlage für langfristige Kundenbeziehungen.
Mit einem Exportanteil von 58 % beliefert Gloor Kunden in der Schweiz, Deutschland und den USA. Gloor entwickelt und fertigt ausschliesslich kundenspezifische Werkzeuge – vom Formfräser über Gewindewerkzeuge bis hin zu komplexen Verzahnungswerkzeugen.
Martin Pfeuti, Leiter Verkauf/Marketing und Mitinhaber, hebt hervor, dass die ganzheitliche Beratung und enge Begleitung der Kunden seit jeher zu den zentralen Stärken des Unternehmens zählen. Der Vertrieb erfolgt dabei ohne Zwischenhändler direkt an die Kunden.
Die Kombination aus tiefgehendem Fachwissen und langjähriger Erfahrung ermöglicht es Gloor, präzise auf die jeweiligen Anwendungen zugeschnittene Lösungen zu entwickeln.
Mit einem Team von rund 50 Mitarbeitenden und einer internationalen Kundschaft beliefert Gloor anspruchsvolle Branchen wie die Verzahnungs- und Medizinaltechnik, Schlüssel- und Uhrenindustrie, Drehtechnik sowie den Maschinen- und Apparatebau. Die Werkzeuge werden oft im Mikrometerbereich gefertigt – eine Genauigkeit, die grundlegende Prozesssicherheit und Wiederholgenauigkeit garantiert. „Unser Ziel ist es, Werkzeuge zu entwickeln, die in jeder Generation besser sind als ihre Vorgänger. Damit reduzieren wir die Prozess- und Stückkosten unserer Kunden deutlich“, erklärt Geschäftsführer Daniel Flury.
Ende 2024 bezog Gloor einen modernen Neubau in Grenchen, der zu Beginn des Jahres 2025 vollständig in Betrieb genommen wurde. Die neue Produktionsumgebung bietet optimale Bedingungen für die Fertigung hochkomplexer Werkzeuge mit geformten und profilierten Schleifscheiben, für die Gloor unter anderem patentierte Verfahren einsetzt – etwa zur Herstellung fein verzahnter Profile mit bis zu 200 Zähnen.
Softwarekompetenz trifft Schleifexpertise
Die enge Zusammenarbeit mit NUMROTO bildet das digitale Rückgrat der Fertigung. Seit der ersten NUMROTO-ausgerüsteten Maschine im Jahr 2018 wurde der Maschinenpark kontinuierlich erweitert. Heute setzt Gloor auf modernste CNC-Schleifmaschinen von Strausak, TTB und Vollmer – einheitlich programmiert mit NUMROTO.
Für Gloor hat NUMROTO einen entscheidenden Einfluss auf Produktivität und Präzision. Kollisionskontrolle, prozessintegriertes Messen sowie die 2D- und 3D-Simulation sind unverzichtbar und sorgen für maximale Prozesssicherheit – insbesondere bei komplexen Profilen und engen Toleranzen im Mikrometerbereich. „NUMROTO ist für uns die präziseste und zugleich anwenderfreundlichste Software auf dem Markt. Neue Mitarbeitende benötigen erstaunlich wenig Schulung, um produktiv arbeiten zu können“, hebt Martin Pfeuti hervor.
Komplexe Werkzeuge, die früher deutlich mehr manuelle Programmierarbeit erforderten, lassen sich heute dank NUMROTO effizienter vorbereiten, simulieren und mit höchster Präzision herstellen, selbst bei anspruchsvollen Materialien wie Titan oder rostfreiem Stahl. Patrick Erb, stellvertretender Abteilungsleiter CNC-Fertigung, beschreibt den Unterschied deutlich: „Heute können wir dank NUMROTO jedes noch so kleine Detail im Mikrometerbereich simulieren.“
Die hochaufgelöste Simulationsmethode in den 3D-Spezialfunktionen ermöglicht es, selbst die kleinste Ungenauigkeit im Programm im Voraus zu erkennen und zu korrigieren, wodurch bereits das erste Werkzeug innerhalb der vorgegebenen Toleranz liegt. Bei der langen Laufzeit der Werkzeuge ist dies nicht unerheblich.
Diese digitale Transparenz erhöht die Prozesssicherheit erheblich und ermöglicht es, anspruchsvolle Geometrien schneller und zuverlässiger umzusetzen.
Die Werkzeuge von Gloor werden teilweise mit eigens profilierten Schleifscheiben geschliffen – eine Technologie, die höchste Präzision erfordert. Profiltoleranzen im Bereich von ±1 Mikrometer sind dabei Standard. Die 2D-Simulation auf Schleifscheibenbasis, die exakte Definition von Profilen und die automatische Kollisionsvermeidung sind für Gloor unverzichtbar. „Gerade bei Verzahnungs- und Gewindewerkzeugen mit sehr vielen Schneiden zeigt sich, wie leistungsfähig die Software ist“, so Erb weiter.
Die Automatisierung des Maschinenparks ermöglicht zudem mannlose Fertigung über Nacht oder am Wochenende. Die Genauigkeit bleibt dabei konstant – ein weiterer Vorteil des klar strukturierten NUMROTO-Bedienkonzepts. „Dass ein grosser Teil unserer Maschinen mit NUMROTO arbeitet und nach demselben Bedienprinzip programmiert wird, schafft eine enorme Effizienz. Das reduziert Komplexität und stärkt die Flexibilität unseres Teams“, ergänzt Flury.
Innovationen von morgen im Blick
Gloor verfolgt das klare Ziel, die Präzisionsfertigung weiter zu digitalisieren und Kunden weltweit noch effizientere, langlebigere und formtreuere Werkzeuge zu bieten. Die enge Partnerschaft mit NUMROTO bleibt dabei ein zentraler Baustein für zukünftige Innovationen.
Pfeuti fasst die Zukunftsperspektive zusammen: „Wir wollen unseren Kunden weiterhin die beste Lösung bieten – technisch, wirtschaftlich und qualitativ.“ Flury ergänzt: „Wir wachsen, aber wir bleiben unseren Werten treu: Präzision, Verlässlichkeit und partnerschaftliche Zusammenarbeit.“
Die enge Zusammenarbeit mit NUMROTO wird auch künftig eine Schlüsselrolle spielen – als Grundlage für Innovation, Präzision und nachhaltigen Erfolg.
(April 2026)